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Dinklager Grundschulen bleiben weiterhin katholisch

Eltern stimmen mit großer Mehrheit gegen eine Umwandlung

Dinklager Grundschulen bleiben weiterhin katholisch

Heike Vagelpohl, Bürgermeister Frank Bittner, Alfons Echtermann, Brigitte Gerdes und Ansgar Westermann zählten aus. Ergebnis: Die Dinklager Grundschulen bleiben katholischen Bekenntnisses.


Offensichtlich ist die Mehrheit der Elternschaft mit dem derzeitigen System der katholischen Bekenntnisgrundschulen zufrieden. Mit einem eindeutigen Votum stimmten die Eltern der beiden Grundschulen gegen eine Umwandlung in eine Schule aller Bekenntnisse.

Nach rund einer einstündigen Auszählung und dem Abgleich mit den Wählerverzeichnissen konnte Bürgermeister Frank Bittner am Montag das Ergebnis verkünden: „Es erfolgt keine Umwandlung", erklärte Dinklages Stadtoberhaupt gleichermaßen sowohl für die Grundschule Höner Mark als auch die Kardinal-von-Galen-Schule. Damit bleibt an den beiden Grundschulen in Dinklage – zumindest für die nächsten vier Jahre – alles beim Alten.

Erfreut zeigten sich im Anschluss an die Auszählung neben den beiden Schulleiterinnen Christine Stottmann (Kardinal-von-Galen) und Monika Vertovsek (Höner Mark) auch die Vertreter der Stadt Dinklage, zumal befürchtet worden war, dass es ein unterschiedliches Votum an den beiden Schulen geben könnte. In der Infoveranstaltung am 8. Dezember hatten die Beteiligten im Vorfeld darauf hingewiesen, dass grundsätzlich nichts gegen eine Umwandlung spreche, plädierten aber aus Kooperationsgründen dafür, eine einheitliche Schulstruktur in Dinklage beizubehalten. Bei einem unterschiedlichen Votum hätten die Schuleinzugsbezirke der Stadt keine Gültigkeit mehr gehabt und die Zusammenarbeit der beiden Grundschulen wäre massiv erschwert worden.

„Für uns als Schulträger war und ist die Hauptsache, dass beide Schulen einheitlich geführt werden, ob als katholische Bekenntnisschule oder als Schule aller Bekenntnisse," so Bürgermeister Frank Bittner. Diesem Wunsch haben die Eltern mit ihrer Abstimmung entsprochen.

Dass es überhaupt zu einer Abstimmung über eine Umwandlung kam, ist der Tatsache geschuldet, dass im Niedersächsischen Schulgesetz die Abstimmung verankert ist. Liegt die Quote der nicht-katholischen Schülerinnen und Schüler an einer Schule katholischen Bekenntnisses an vier aufeinander folgenden Jahren über 30 Prozent, muss der Schulträger – in diesem Fall die Stadt Dinklage – die Eltern befragen, ob eine Umwandlung in eine Schule aller Bekenntnisse erfolgen soll. „Es ist nicht davon auszugehen, dass die Quote in den nächsten Jahren sinken wird, von daher gehe ich davon aus, dass wir uns in vier Jahren erneut mit der Abstimmung befassen müssen, so sich die Gesetzeslage nicht ändern wird", erläutert Bürgermeister Bittner.

Von 197 Stimmberechtigten (für 242 Kinder) an der Kardinal-von-Galen-Schule wurden insgesamt 178 Stimmen abgegeben. Davon votierten 164 gegen eine Umwandlung; 14 waren dafür. An der Grundschule Höner Mark waren 213 Eltern (für 247 Kinder) stimmberechtigt. Hier waren 144 Stimmen zu verzeichnen. 126 stimmten gegen eine Umwandlung; 16 plädierten dafür. Hier gab es zwei ungültige Stimmen.

„Um eine Umwandlung herbeizuführen hätten 50 Prozent plus eine Stimme für die Umwandlung plädieren müssen", erklärt der Leiter des Haupt- und Schulamtes, Alfons Echtermann. Die Elternratsvorsitzenden der beiden Schulen hatten im Vorfeld dafür plädiert, mit „Nein" zu stimmen und die Schullandschaft in Dinklage auf dem jetzigen Stand zu belassen.

Text/Foto: Westermann (Stadt Dinklage)



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