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Erste Wohneinheit des Flüchtlingswohnheims steht

Nach dem Konzept des Caritas-Sozialwerks entstehen drei Wohneinheiten für je zehn Bewohner

Franziska Kathe hat die Bauleitung beim Flüchtlingswohnheim

Sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf: Bauingenieurin Franziska Kathe (im Vordergrund) hat die Bauleitung für die schlüsselfertige Flüchtlingsunterkunft in Dinklage.


Zufrieden schaut Franziska Kathe auf die ersten Wände, die am gestrigen Montag für das neue Flüchtlingswohnheim am Wiesenweg aufgestellt wurden. „Das hat trotz der Kälte gut geklappt“, resümiert Kathe, die als Bauingenieurin bei der Holzbaufirma Kathe aus Vechta die Bauleitung inne hat. „Zwei weitere Wohneinheiten stehen parat“, ergänzt Kathe. Eine der beiden Einheiten werde noch im Laufe des Montags eintreffen und dann entsprechend am Dienstag verbaut. „Wenn alles klappt, wie wir uns das vorstellen, wird der Rohbau noch diese Woche fertig“, so Franziska Kathe.

Die Kälte kommt dabei dem Holzbauunternehmen sogar ein wenig entgegen. „Kälte ist beim Aufbau der Wände nicht das Problem“, sagt Franziska Kathe. Regen und Schnee dagegen würden den Aufbau des Holzrahmenbaus deutlich verzögern. Daher hofft die Bauingenieurin, dass das Wetter weiterhin trocken bleibt, um den Rohbau wie geplant diese Woche fertigzustellen. Je nachdem, wie sich die Wetterlage entwickelt, soll der Innenausbau in den kommenden Wochen erfolgen. „Bis Mitte April soll dann die neue Unterkunft für den Bezug fertiggestellt sein“, so Kathe.


Die erste Wohneinheit des neuen Flüchtlingswohnheims steht.

Wenn das Flüchtlingswohnheim am Wiesenweg fertiggestellt ist, wird es das Zweite seiner Art in Dinklage sein. Bereits seit über 22 Jahren betreibt das CSW ein Flüchtlingswohnheim an der Schulstraße mit 40 Plätzen. Nun kommt das neue Flüchtlingswohnheim am Wiesenweg mit 30 Plätzen hinzu. „Eine Aufstockung des Gebäudes am Wiesenweg ist nicht möglich“, erklärt Franziska Kathe auf Nachfrage. „Die Statik für das Gebäude hätte dann von Anfang an anders berechnet werden müssen“, so Kathe weiter.

Drei „Wohnmodule“ ergeben das neue Wohnheim am Wiesenweg. In den jeweils 130 Quadratmeter großen Einheiten stehen fünf Zweibettzimmer zur Größe von 14 Quadratmetern, zwei Bäder sowie eine Gemeinschaftsküche zur Verfügung. In einem kleineren Anbau am Gebäude findet ein Mitarbeiter des CSW Platz, der sich um die Betreuung der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner kümmert.

Dinklage ist nicht der erste Standort, an dem die Holzbaufirma Kathe ein Flüchtlingswohnheim errichtet. So wurden beispielsweise auch in Aurich, Friesoythe und Vechta entsprechende Wohnheime mit den Experten der Caritas konzeptioniert. Dabei seien die Grundrisse nach den Erfahrungen der CSW-Experten entstanden und die Ausführung des Innenausbaus erfolge nach wohnlichen und wirtschaftlichen Maßstäben, so Kathe. „Die Bauten müssen dabei unseren eigenen Qualitätsmaßstäben entsprechen“, sagt Franziska Kathe. „Sie sind zwar einfach gestaltet, entsprechen aber trotzdem dem deutschen Standard bei den baulichen Vorgaben“.

Beim Bau des Flüchtlingswohnheims tritt das Caritas-Sozialwerk als Bauherr auf und vermietet dann die Unterkunft für eine Dauer von zehn Jahren an die Stadt Dinklage. Die Bau- und Betriebskosten werden dann vom CSW mit der Stadt Dinklage über einen so genannten Tagessatz mit der Stadt Dinklage abgerechnet. Diesen Tagessatz bekommt die Stadt Dinklage vom Landkreis Vechta erstattet. Für die soziale Betreuung bleiben die Kosten bei der Stadt Dinklage, an diesen Kosten beteiligt sich jedoch der Landkreis.

Die Qualität des aufgestellten Holzrahmenbaus macht Franziska Kathe zum Abschluss des Gesprächs nochmals deutlich. „Die Wohnungen sind qualitativ so ausgelegt, dass sie deutlich länger als zehn Jahre genutzt werden können“, sagt sie. Der Bau ist so konstruiert, dass die nicht tragenden Wände variabel sind, so dass beispielsweise in einer Einheit auch eine große Wohnung aus bisher zwei kleinen Wohnungen entstehen können.

 

 


 



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