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Kreisverkehre werden für Lieferung von Rotorblättern umgebaut

Vorübergehender Umbau wird von Unternehmen bezahlt

Kreisverkehr in Richtung Quakenbrück

Freie Fahrt für Schwertransporte: Drei der vier Kreisel am Dinklager Ring werden für die Lieferung von Rotorblättern umgebaut.


Mitte nächster Woche (3. KW.) werden auf dem Dinklager Ring mehrere Schwertransporte unterwegs sein, um für zwei neue Windkraftanlagen fast 60 Meter lange Rotoren anzuliefern. Damit diese auch entsprechend angeliefert werden können, ist es notwendig drei der vier vorhandenen Kreisverkehrsanlagen auf dem Dinklager Ring entsprechend umzubauen, damit die Schwertransporte diese passieren können. „Die rund 60 Meter langen Rotorblätter werden von  Rostock aus über die Autobahn angeliefert“, erklärt Kai Wöhrmann vom Büro BioConstruct. „Die Rotoren sind für zwei neue Windkraftanlagen des Windparks in Wehdel (Badbergen) bestimmt.

Drei der vier Kreisverkehre auf dem Dinklager Ring müssen zur Anlieferung von der Firma Bio Construct umgebaut werden. Die erste Kreisverkehrsanlage von der Autobahn aus – das ist der Kreisel mit der Mutkugel – wurde bereits vor längerer Zeit mit einer seitlichen Pflasterung versehen, damit dieser von Schwerlasttransporten umfahren werden kann. Die Kosten für den Umbau der weiteren drei Kreisverkehre trägt nach Auskunft von Reiner Borgmeyer von der EFG Energy-Farming GmbH das Hamburger Unternehmen Nordex. Nordex ist der Hersteller der Windkraftanlagen.  „Dass Nordex die Kosten für die Umbauten trägt, wurde bereits bei der Auftragsvergabe vereinbart“, so Borgmeier.

Auftraggeber für die beiden neuen Windkraftanlagen, die sich direkt an der Kreisgrenze angrenzend zum Dinklager Ortsteil Bünne befinden, ist die EFG Energy-Farming GmbH aus Bad Essen. Im Windpark Wehdel werden bereits seit rund 13 Jahren 17 Windräder betrieben, von denen sich fünf auf dem Gebiet des Landkreises Vechta und zwölf auf Osnabrücker Kreisgebiet befinden. Verwaltet wird der Windpark ebenfalls von der EFG; betrieben werden die Windräder von den jeweiligen Grundstückseigentümern, die sich dazu zum „Windpark LKOS 04“ zusammengeschlossen haben.

Die beiden neuen Anlagen kommen auf Osnabrücker Gebiet hinzu. Rund 50 Meter höher, als die alten Anlagen werden die neuen Räder bis zur obersten Rotorspitze sein. Während die alten Anlagen eine Höhe von rund 150 Meter aufweisen, werden die neuen Windräder rund 200 Meter hoch sein. Allein die Rotoren der neuen Anlagen haben eine Länge von rund 60 Metern.

Vor dem Umbau der Kreisverkehrsanlagen stand die Firma Bio Construct in mehreren Gesprächen im engen Kontakt zur Dinklager Stadtverwaltung, so Bürgermeister Frank Bittner. Da von der Firma Nordex auch die Kosten für die Wiederherstellung beziehungsweise den Rückbau der Kreisverkehre zu übernehmen sind, sei zu überlegen, wie beim Rückbau verfahren werden solle, so Bittner weiter. Es sei Verhandlungssache mit dem Unternehmen, ob möglicherweise das Geld für den Rückbau auch für eine neue, einheitliche Gestaltung der Kreisverkehre verwendet werden könne, so Bittner weiter. Darüber werde im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Stadtentwicklung beraten, kündigte Bittner an.

EFG Geschäftsführer Reiner Borgmeyer sieht derzeit keine Notwendigkeit die Durchfahrten der Kreisverkehre für weitere Schwertransporte zum so genannten Repowering (Erneuerung bestehender Windkraftanlagen) zu erhalten. Da es für die bestehenden Anlagen noch sechs Jahre die Einspeisevergütung nach dem EEG-Gesetz gebe, sei es wirtschaftlicher, die vorhandenen Anlagen laufen zu lassen.

Mitte der dritten Kalenderwoche werden die Schwertransporte nachts auf dem Dinklager Ring fahren, um die Rotorblätter für die neuen Anlagen anzuliefern.

Text/Foto: Westermann-Stadt Dinklage




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