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Lotsenkurs solle Ehrenamtliche unterstützen

Lotsenkurs soll Ehrenamtliche unterstützen

Es gibt viele Aufgabengebiete für alle, die Flüchtlinge unterstützen wollen: Stephan Blömer vom Bildungswerk Vechta, Bernd Schwarting vom Caritas-Sozialwerk (CSW) und Peter Heythausen von der Stadt DInklage (von links) wollen Möglichkeiten aufzeigen.


Die Hilfsbereitschaft in diesen Tagen ist groß, aber auch das Interesse an professioneller Unterstützung. Denn nicht immer schützt die Hilfsbereitschaft vor Missverständnissen. Vor allem gibt es nicht nur Rückenwind für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer. Immer wieder sind diese auch mit Anfeindungen konfrontiert. Der Umgang auch mit diesen Angriffen soll im nächsten Integrationslotsenkurs behandelt werden.

Diese Ankündigung machte Bernd Schwarting vom Caritas-Sozialwerk (CSW) nun in einem Gespräch im Dinklager Rathaus. „Dazu wird es zunächst einen Informationsabend für Interessierte geben, sagt Schwarting. Dieser Informationsabend, der am kommenden Dienstag (6. Oktober) um 19 Uhr im Rathaus der Stadt Dinklage stattfinden wird, gibt den interessierten Helfern einen umfangreichen Überblick zum Thema Flüchtlingshilfe.

Dass das Interesse an diesem Kurs groß ist, weiß auch Peter Heythausen von der Stadt Dinklage. „Ich hatte schon mehrere Anrufe, denn schließlich ist die Unterstützergruppe für Flüchtlinge in Dinklage „Dinklage setzt sich ein“, sehr aktiv, so Heythausen. In der nächsten Woche können sich Interessierte dann im Rahmen dieses Kurses über die Inhalte informieren. Zu dem Kurs sind alle Interessierten mit oder ohne Migrationshintergrund eingeladen. Der Kurs wird 48 Unterrichtsstunden umfassen, wobei wöchentlich drei Abendstunden und zwei Samstage mit je sechs Stunden zu absolvieren sind.

„Wer sich engagiert, wird sich sicherlich auch mal mit der einen oder anderen Anfeindung auseinandersetzen müssen,“ sagt Bernd Schwarting. Wer sich engagiere, werde lernen müssen, mit diesen Anfeindungen zu leben und zu lernen, darauf geeignet zu reagieren, so Schwarting weiter. Auch hierzu wird im Kurs sicherlich der ein oder andere Hinweis gegeben.

„Auch Bedenken angesichts der Aufnahme von Flüchtlingen sind zu respektieren“, stellt Peter Heythausen klar. Hierzu müsse man sich dem Gespräch stellen, um Vorurteile und Fehlinformationen sachlich den Boden zu entziehen. In dem Kurs, der im November in der Dinklager Begegnungsstätte beginnen soll, gehe es auch darum, die Grenzen der eigenen Möglichkeiten kennenzulernen, sagt Bernd Schwarting. Jeder müsse genau definieren, was er tun könne, und was nicht. Es gehe darum, den Flüchtlingen Hilfen im Alltag im Rahmen der eigenen Fähigkeiten und des eigenen Zeitkontingents zu geben, so Schwarting weiter. „Da gibt es verschiedene Möglichkeiten“, so Peter Heythausen. Sei es beispielsweise Sprachunterricht oder auch die Unterstützung in der Fahrradwerkstatt.

Peter Heythausen ist es wichtig, dass Interessierte im Rahmen des Kurses interkulturelle Kompetenz gewinnen. Das bedeute, Eigenarten der Menschen aus anderen Kulturkreisen nicht zu bewerten aber mit ihnen umgehen zu lernen. „Bei der Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen kann es leicht zu Missverständnissen kommen, aus denen Vorurteile entstehen“, erklärt Heythausen. Diesen Missverständnissen gilt es vorzubeugen.

Die derzeitige angespannte Lage und die damit verbundenen zahlreichen Aufgaben im Bereich der Flüchtlinge zeigen, dass die Städte und Gemeinden auf die Unterstützung von Ehrenamtlichen angewiesen sei, heißt es aus dem Rathaus der Stadt Dinklage. Daher hoffen CSW, das Bildungswerk Vechta sowie die Stadt Dinklage auf zahlreiche Teilnehmer.

Text/Foto: Westermann

 



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